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<title>Partikel (Wortart)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Partikel (Wortart)</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Partikel</b> (<a href="Singular" title="Singular">Singular</a>: <i>die Partikel,</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Plural" title="Plural">Plural</a>: <i>die Partikeln;</i> von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">particula</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Teilchen‘</span>) bezeichnet man in der <a href="Grammatik" title="Grammatik">Grammatik</a> – im engeren Sinne – eine Restklasse von nicht <a href="Flexion" title="Flexion">flektierbaren</a> Wörtern, die nicht den <a href="Wortart" title="Wortart">Wortarten</a> <a href="Pr%C3%A4position" title="Präposition">Präposition</a>, <a href="Adverb" title="Adverb">Adverb</a> oder <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktion</a> angehören. Solche Partikeln kommen zwar im Inneren eines Satzes vor, bilden aber keine <a href="Satzglied" title="Satzglied">Satzglieder</a>; ferner verlangen sie keine Ergänzungen oder haben sonst verknüpfende Funktion,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und in der Regel haben sie keine <a href="Morphologie_(Linguistik)" title="Morphologie (Linguistik)">morphologische</a> innere Struktur. In vielen Darstellungen wird weniger eine allgemeine Definition von Partikeln, sondern hauptsächlich eine Liste von Untertypen gegeben, die heterogen sind und dadurch in die Nähe jeweils eigener Wortarten gerückt werden.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zum Beispiel:
</p>
<ul><li><i>Fokuspartikel:</i> „Ich will <i>auch</i> ein Bier!“</li>
<li><i>Modalpartikel:</i> „Ich mag <i>halt</i> kein Bier.“</li></ul>
<p>In älterer Literatur<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> findet sich in der Germanistik auch ein Begriff der Partikel in einem weiteren Sinne, der alle nicht flektierbaren Wortarten einer Sprache umfasst (also ausdrücklich <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a>, <a href="Pr%C3%A4position" title="Präposition">Präpositionen</a> und auch <a href="Adverb" title="Adverb">Adverbien</a> einschließt, obwohl Adverbien <a href="Inhaltswort" class="mw-redirect" title="Inhaltswort">Inhaltswörter</a> sind). Diese Begrifflichkeit ist z.&nbsp;B. in den jüngeren Auflagen der Dudengrammatik aufgegeben worden.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Grammatik ist oft auch von „Partikeln“ in einem unscharfen Sinn die Rede, womit dann einfach unveränderliche „kleine Wörter“ gemeint sind, deren Kategorisierung insgesamt nicht genauer nachverfolgt wird. Sie werden dann oft gleichzeitig auch als Präpositionen, Konjunktionen usw. bezeichnet. Eine solche Verwendung der Bezeichnung „Partikel“, die keine definierbare Wortart ergibt, wird im vorliegenden Artikel nicht eigens berücksichtigt. Dies betrifft beispielsweise die sogenannten „Vergleichspartikeln“ oder <a href="Adjunktor_(Grammatik)" title="Adjunktor (Grammatik)">Adjunktoren</a> <i>als</i> und <i>wie</i> (Beispiel: „so alt <i>wie</i> ich“).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anders als die eigentlichen Partikeln kommen diese Wörter nur mit Ergänzungen vor. Sie werden als Sonderfälle von Präpositionen, Konjunktionen oder als eigene Wortart eingestuft.
</p><p>Einen anderen Begriff, der hier ebenfalls nicht behandelt wird, ergeben die sogenannten <i>Verb(al)partikeln</i> (oder <i>Verbzusätze</i>), die zur Bildung zusammengesetzter Verben dienen, z.&nbsp;B. <i>ein</i> und <i>aus</i> in <i>eintreten</i> bzw. <i>aussteigen</i>. Für diesen Begriff der Verbpartikel ist es geradezu definierend, dass sie verschiedenen anderen Wortarten angehören, nämlich Präpositionen, Adverbien, Adjektiven oder Substantiven. Auch in diesem Begriff der Partikel ist also keine eigene Wortart gemeint. Siehe den Artikel <a href="Partikelverb" title="Partikelverb">Partikelverb</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Typen_von_Partikeln_im_Deutschen">Typen von Partikeln im Deutschen</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Partikelnliste_der_Rechtschreibreform_von_1996" title="Partikelnliste der Rechtschreibreform von 1996">Partikelnliste der Rechtschreibreform von 1996</a></div>
<p>Im heutigen Sprachgebrauch werden als Partikeln nur die nichtflektierbaren Wörter bezeichnet, die weder Präpositionen noch Adverbien oder Konjunktionen sind. Nach ihrer Funktion werden bis zu sieben Arten von Partikeln unterschieden,<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die nachfolgend erläutert sind.
</p><p>Darüber hinaus gibt es in einigen Dialekten <a href="Fragepartikel" title="Fragepartikel">Fragepartikeln</a>, beispielsweise <i>a</i> in der Deutsch<a href="K%C3%A4rntner_Mundart" title="Kärntner Mundart">kärntner Mundart</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Intensitätspartikeln"><span id="Intensit.C3.A4tspartikeln"></span>Intensitätspartikeln</h3></div>
<p><a href="Intensit%C3%A4tspartikel" class="mw-redirect" title="Intensitätspartikel">Intensitätspartikeln</a> werden auch <i>Gradpartikeln</i> oder <i>Steigerungspartikeln</i> genannt. Sie geben den Grad, zu dem eine Eigenschaft oder ein Sachverhalt vorliegt, oder eine Intensität an. Sie stehen deshalb meist vor Adjektiven und Adverbien. Sie können auch vor <a href="Zahlwort" title="Zahlwort">Zahlwörtern</a> und Verben stehen, nicht aber vor artikelfähigen Substantiven. Beispiele für Intensitätspartikeln: <i>wenig, etwas, einigermaßen, fast, ziemlich, so, sehr, ausgesprochen, besonders, ungemein, überaus, ganz, äußerst, zutiefst, höchst, zu, überhaupt, gar, beileibe</i>. Zudem gibt es noch die Gradpartikeln <i>viel</i> und <i>weit(aus)</i>, die ausschließlich <a href="Komparation" title="Komparation">Komparative</a> bzw. Superlative modifizieren (<i>sie spielt viel/weit(aus) besser; sie spielt weitaus am besten</i>). Gewisse Adjektive (<i>ungewöhnlich, extrem, absolut</i>) können ebenfalls in die Klasse der Gradpartikeln übergehen. In der Umgangs- und Jugendsprache entstehen immer wieder neue Intensitätspartikeln dieser Art: <i>irre, wahnsinnig, schrecklich, total, echt, unheimlich, tierisch, schön, hübsch</i>. – Die genaue Unterscheidung zwischen Intensitätspartikeln, Adjektiven und Adverbien ist kontrovers;<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> siehe dazu auch unter <a href="Adverb#Adverb_und_Partikel" title="Adverb">Adverb #Adverb und Partikel</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fokuspartikeln">Fokuspartikeln</h3></div>
<p>Beispiele sind: <i>allein, bloß, nur, sogar, ausgerechnet, einzig, auch, selbst.</i> Die Bezeichnung bezieht sich auf den linguistischen Begriff <a href="Fokus_(Linguistik)" title="Fokus (Linguistik)">Fokus</a>, den Teil des Satzes mit der höchsten Informativität. Solche Partikeln verweisen auf Alternativen zum Satzinhalt, indem sie entweder Alternativen ausschließen (z.&nbsp;B. „nur“, eine restriktive Partikel) oder Alternativen einschließen (z.&nbsp;B. „auch“, eine additive Partikel). Sie werden so von graduierenden Partikeln abgegrenzt, die den Grad einer Eigenschaft auf einer Skala modifizieren („sehr, überaus“). Zu beachten ist, dass Fokuspartikeln allerdings die aufgerufenen Alternativen auf einer Skala ordnen können (z.&nbsp;B. „sogar“ besagt, dass sein Bezugswort in diesem Kontext überraschender ist als die anderen Alternativen). Die Ähnlichkeit führt dazu, dass der Ausdruck „Gradpartikel“ manchmal für beide Typen verwendet wird.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Satz können sie vor oder nach ihrem Bezugsausdruck, auch auf Distanz dazu, stehen (<i>Allein sie / sie allein</i>, <i>sogar die Gäste haben... / die Gäste haben sogar</i>...).<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Negationspartikel">Negationspartikel</h3></div>
<p>Das einzige Beispiel dieser Kategorie ist im Deutschen das Wort <i>nicht</i>. Es fungiert als <a href="Negation_(Grammatik)" title="Negation (Grammatik)">Negation</a> eines Satzes oder Satzteils. Andere Negationswörter wie <i>niemand, nie, nirgends, kein(er)</i> sind <a href="Indefinitpronomen" title="Indefinitpronomen">Indefinitpronomen</a> bzw. indefinite Adverbien.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Modalpartikeln">Modalpartikeln</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Modalpartikel" title="Modalpartikel">Modalpartikel</a></i></div>
<p>Modalpartikeln werden auch <i>Abtönungspartikeln</i> genannt. Sie drücken Einstellungen des Sprechers zum Satzinhalt aus: <i>schon, freilich, halt, eben, ja, aber, vielleicht, einfach, doch, bloß, nur, mal&nbsp;…</i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gesprächspartikeln"><span id="Gespr.C3.A4chspartikeln"></span>Gesprächspartikeln</h3></div>
<p>Gesprächspartikeln dienen zur Gliederung, Bestätigung, als Zurufe, Grüße und Antworten. Sie sind meist nicht in den Satz eingebettet, sondern stehen zumeist am Anfang oder am Ende eines Satzes. Man kann folgende Untertypen unterscheiden:
</p>
<ul><li><i>Gliederungspartikeln:</i> Sie dienen zur Kennzeichnung von Beginn und Ende eines Gesprächs, zur Gliederung der einzelnen Gesprächsschritte und zum Wiederherstellen bzw. Aufrechterhalten des Gesprächs: <i>also, nun, übrigens, na ja, ne?, gell?</i>. Wortgruppen wie <i>weißt du</i>; <i>sag mal</i>; <i>hör mal</i> können sich wie Gliederungspartikeln verhalten.<sup id="cite_ref-:0_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Rezeptionspartikeln:</i> Sie werden parallel zur Äußerung eines anderen Sprechers oder direkt im Anschluss daran hervorgebracht. Sie stellen dabei das Rederecht des Sprechenden nicht infrage. Beispiele sind <i>hm, hmhm, mhm, ja</i> ...<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für eine andere Verwendung von „hm“ und ähnlichem siehe auch das Stichwort <a href="Verz%C3%B6gerungslaut" title="Verzögerungslaut">Verzögerungslaut</a>.</li>
<li><i>Responsivpartikeln</i> (Antwortpartikeln): Sie drücken Zustimmung oder Ablehnung aus und sind, wie die Negationspartikel auch, eine sehr kleine Klasse. Sie sind im Gegensatz zu den anderen Partikelarten (ausgenommen die Interjektionen und Onomatopoetika) satzwertig und bilden eine vollständige Äußerung. Es gibt Responsivpartikeln, die auf Fragen antworten (<i>ja/nein/doch</i>), und solche, die auf etwas reagieren (<i>doch/genau/eben/schon/nein</i>). Zum Beispiel die Responsivpartikel <i>doch</i> kann sowohl antwortend als auch reagierend verwendet werden, denn bei der Frage „Liebst du mich denn nicht? – Doch (ich liebe dich).“ und bei der Aussage „Er gehört nicht zu den Bewerbern. – Doch (er gehört dazu).“ ist beide Male <i>doch</i> richtig.<sup id="cite_ref-:0_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interjektionen">Interjektionen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Interjektion" title="Interjektion">Interjektion</a></i></div>
<p>Interjektionen oder Ausdruckpartikeln bilden einen Grenzfall der Einteilung. Zu ihnen zählen beispielsweise: <i><a href="O_(Interjektion)" title="O (Interjektion)">o</a>, oh, he!, schade!, pfui!, hurra!, igitt!, juhu!, au!, aua!, autsch!, uh!, ah!, ach!, huch!, oho!, hoppla!, oje!, hm!, hihi!, ätsch!, hui!, puh!, uff!, pff!, phh!, hü!, hott!&nbsp;…</i> Die Interjektionen kommen vor allem in <a href="Gesprochene_Sprache" title="Gesprochene Sprache">gesprochener Sprache</a> vor und dienen dem Ausdruck von Emotionen.
</p><p>Interjektionen können eine eigenständige Äußerung bilden. Sie können zusätzlich vor einem vollständigen Satz stehen, wie auch danach (<i>Pfui, ist das ein schlechtes Wetter/Sie hat gewonnen, hurra</i>), und der jeweilige Satz ist auch ohne die Interjektion vollständig.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Interjektionen können jedoch normalerweise nicht ins Satzinnere integriert werden (also allenfalls als <a href="Parenthese" title="Parenthese">Parenthese</a> eingebaut werden; Beispiel: „Das hat jetzt (?? aua) wehgetan“). Daher werden in manchen Systemen Interjektionen nicht zu den Partikeln gezählt, sondern als eigene Wortart neben diesen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lautmalende_Partikeln">Lautmalende Partikeln</h3></div>
<p>Lautmalende Partikeln oder <a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">Onomatopoetika</a> sind: <i>kikeriki, wau, wuff, miau, quak, peng, bumm, boing, <a href="Folgetonhorn" title="Folgetonhorn">tatütata</a>, ticktack, schwupps!, zack!, ruckzuck!&nbsp;…</i> Sie gehen teils in die von Verben abgeleiteten <a href="Inflektiv" title="Inflektiv">Inflektive</a> über, etwa: <i>plumps, schepper, klirr.</i> Diese ganze Gruppe wird manchmal auch mit den Interjektionen zusammengefasst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Partikeln_in_anderen_Sprachen">Partikeln in anderen Sprachen</h2></div>
<p>Der Ausdruck „Partikel“ dient oft in einem unscharfen Sinn zur Bezeichnung von Wörtern, deren genaue Einordnung nicht weiter verfolgt werden soll, wobei sie verschiedentlich zugleich als Konjunktionen, Präpositionen oder ähnliches eingestuft werden.
</p><p>Zum Beispiel werden in der Grammatik des Japanischen bestimmte „Hilfswörter“ (joshi; jap. 助詞) so bezeichnet, dabei aber grundsätzlich als Postpositionen verwendet.
</p><p>In den <a href="Semitische_Sprachen" title="Semitische Sprachen">semitischen Sprachen</a> wie <a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">Arabisch</a> und <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">Hebräisch</a> ist verschiedentlich von Partikeln die Rede, die als <a href="Pr%C3%A4position" title="Präposition">Präpositionen</a> oder <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a> dienen. Sie bilden eine Sondergruppe, da sie ein- oder zweisilbig sind und sich nicht auf eine dreikonsonantige <a href="Radikal_(semitische_Sprachen)" title="Radikal (semitische Sprachen)">Wortwurzel</a> zurückführen lassen.
</p><p>Im Folgenden werden Fälle von Partikeln aufgeführt, die sich nicht auf andere Wortarten zurückführen lassen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Französisch"><span id="Franz.C3.B6sisch"></span>Französisch</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Negationspartikel_im_Franz%C3%B6sischen" title="Negationspartikel im Französischen">Negationspartikel im Französischen</a></i></div>
<p>Die Negationspartikel dient in der französischen Sprache dazu, eine Negation auszudrücken. Das ist durch mehrere verschiedene Wörter möglich, die syntaktisch an der Position einer Partikel direkt hinter dem konjugierten Verb stehen und in der Schriftsprache zusammen mit der universalen Negationspartikel <i>ne</i> das konjugierte Verb und ein etwaiges Objektpronomen umfassen, z.&nbsp;B. <i>Je ne suis jamais venu ici.</i> – „Ich bin nie hierher gekommen.“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Satzeinleitende_Partikeln">Satzeinleitende Partikeln</h3></div>
<p>In einigen Sprachen gibt es <i>satzeinleitende Partikeln,</i> d.&nbsp;h. Funktionswörter, die den <a href="Satztyp" class="mw-redirect" title="Satztyp">Satztyp</a> bezeichnen. Beispiele finden sich im <a href="Walisische_Sprache" title="Walisische Sprache">Walisischen</a> (<i>mi/fe;</i> z.&nbsp;B. <i><b>Mi</b> nofiodd Mary bob dydd</i> „Mary ist jeden Tag geschwommen“), <a href="Hethitische_Sprache" title="Hethitische Sprache">Hethitischen</a> (<i>nu</i>) oder <a href="Luwische_Sprache" title="Luwische Sprache">Luwischen</a>. Sofern solche Partikeln Nebensätze einleiten, gibt es eine Unschärfe in der Abgrenzung zu (nebensatzeinleitenden) <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a>. Wenn es um Einleitungselemente in Hauptsätzen geht (wie etwa im Walisischen), wird die Bezeichnung „Konjunktion“ aber nicht verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Duden – Die Grammatik.</i> (=&nbsp;<i>Der Duden,</i> Band 4). 10. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2022, e-ISBN 978-3-411-91447-0. (Kapitel „Partikel“ S.&nbsp;836–845 / Randnr. 1486–1517.)</li>
<li><a href="Gerhard_Helbig_(Sprachwissenschaftler)" title="Gerhard Helbig (Sprachwissenschaftler)">Gerhard Helbig</a>: <i>Lexikon deutscher Partikeln.</i> Enzyklopädie, Leipzig 1988, ISBN 3-324-00310-5.</li>
<li>Harald Weydt, Klaas-Hinrich Ehlers: <i>Partikel-Bibliographie. Internationale Sprachenforschung zu Partikeln und Interjektionen.</i> Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8204-9250-X.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Partikel" class="extiw external" title="wikt:Partikel">Wiktionary: Partikel</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4044781-9">Literatur von und über Partikel</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Partikel</i> im Sinne einer Wortklasse hat feminines Genus; siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/node/108748/revision/108784">Partikel, die</a> Version vom 27. April 2018 in: <i>duden.de</i>, abgerufen am 9. März 2020. Nur in anderen Bedeutungen kann es auch ein maskulines oder neutrales Genus aufweisen (in der Physik, im Sinne von <i>Teilchen</i>), siehe: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/node/108747/revision/108783">Partikel, der, die oder das</a> Version vom 27. April 2018 in: <i>duden.de</i>, abgerufen am 9. März 2020.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Elke Hentschel (Hrsg.): <i>Deutsche Grammatik.</i> ( = De Gruyter Lexikon). Walter de Gruyter, Berlin 2010. Eintrag „Partikel“ S.&nbsp;218 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Clemens Knobloch, Burkhard Schaeder: <i>Kriterien für die Definition von Wortarten.</i> In: Geert Booij, Christian Lehmann, Joachim Mugdan (Hrsg.): <i>Morphologie/Morphology. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung/An international handbook on inflection and word-formation.</i> Vol. 1, S.&nbsp;674–692. de Gruyter Mouton, Berlin &amp; New York 2000. Siehe S.&nbsp;678.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Z.&nbsp;B. Karin Pittner, Judith Berman: <i>Deutsche Syntax.</i> Ein Arbeitsbuch. 4. Auflage. Narr, Tübingen 2010, S.&nbsp;24–26.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ausdrücklich mit dieser Einschränkung in Karin Pittner, Judith Berman: <i>Deutsche Syntax. Ein Arbeitsbuch.</i> 4. Auflage. Narr, Tübingen 2010, S.&nbsp;20</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Bereits in: <i>Duden: Die Grammatik.</i> 8. Auflage. 2009, S.&nbsp;567</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Ebenfalls abwesend in: Grammis.de, Verzeichnis „Wissenschaftliche Terminologie“: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://grammis.ids-mannheim.de/terminologie/2213">„Partikel“</a>. Abruf am 26. Januar 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Gisela Zifonun, Ludger Hofmann, Bruno Strecker (&amp; al.): <i>Grammatik der deutschen Sprache</i> (3 Bde.). Walter de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-014752-1. Siehe S.&nbsp;56, Abschnitt 2.16. – Ebenso Dudengrammatik (2022), S.&nbsp;836.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Duden Bd. 4: <i>Die Grammatik.</i> 7. Auflage. 2005, S.&nbsp;594&nbsp;ff. – In der Dudengrammatik 10. Auflage 2022, S.&nbsp;836ff., werden hingegen nur noch die drei Klassen Fokus-, Intensitäts- und Modalpartikel aufgeführt.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Dudengrammatik (2022), Randnr. 1505, S.&nbsp;841f.; vgl. auch Dudengrammatik 9. Auflage 2016, S.&nbsp;600–601.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Dudengrammatik (2022), S.&nbsp;837.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Dudengrammatik 2016, S.&nbsp;601–602. Vgl. Dudengrammatik (2022), S.&nbsp;839.</span>
</li>
<li id="cite_note-:0-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Duden Band. 4: <i>Die Grammatik.</i> 9. Auflage. 2016, S. 606–608</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Duden Band. 4: <i>Die Grammatik.</i> 9. Auflage. 2016, S. 1232</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Duden Band. 4: <i>Die Grammatik.</i> 9. Auflage. 2016, S. 609</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Elke Hentschel (Hrsg.): <i>Deutsche Grammatik.</i> (=&nbsp;De Gruyter Lexikon). Walter de Gruyter, Berlin 2010. Eintrag „Interjektion“ S.&nbsp;137.</span>
</li>
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